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Litauen ist Gastgeber des Internationalen Forums für religiösen Tourismus

Litauen ist Gastgeber des Internationalen Forums für religiösen Tourismus

Litauen wird am 1. und 2. Oktober 2026 mit der Feier des Internationalen Forums für religiösen Tourismus (IRTF), das in Raseiniai und Šiluva stattfinden wird, zu einem internationalen Treffpunkt für Fachleute aus den Bereichen Pilgerfahrt, Kulturerbe und Religionstourismus.

Das Treffen bringt zwei Tage lang internationale Einkäufer, Tourismusorganisationen, Pilgerziele, öffentliche Einrichtungen, religiöse Einrichtungen, Dienstleister und auf Kultur-, Kulturerbe- und Religionstourismus spezialisierte Fachleute zusammen.

Das Forum steht unter einem Motto, das seine Philosophie zusammenfasst: „Glaube, Erbe und Tourismus“. Ziel ist es, die internationale Zusammenarbeit zu stärken, das Potenzial Litauens als Wallfahrts- und Reiseziel für religiöses Erbe aufzuzeigen und Möglichkeiten für Zusammenarbeit, Geschäftstreffen und die Entwicklung neuer Tourismusprodukte zu schaffen.

Für die mit dem Jakobsweg verbundenen Medien und Organisationen ist die Veranstaltung besonders interessant, weil sie einen Trend widerspiegelt, der in Europa immer stärker wird: Die Pilgerfahrt wird nicht mehr nur als religiöse Praxis verstanden, sondern auch als eine Art des Reisens, die zur Bewahrung des Erbes, zur Unterstützung der lokalen Gemeinschaften und zum Aufbau internationaler Beziehungen beiträgt.

Raseiniai und Šiluva, Protagonisten des Treffens

Das Hauptprogramm der Konferenz findet im Bezirkskulturzentrum Raseiniai statt, während Šiluva und andere wichtige Orte des litauischen religiösen Erbes Teil der ergänzenden Aktivitäten sein werden.

Raseiniai liegt in Zentrallitauen, etwa 90 Kilometer von Kaunas und etwa 190 Kilometer von Vilnius, der Hauptstadt des Landes, entfernt.

Šiluva nimmt seinerseits einen herausragenden Platz in der religiösen Tradition Litauens ein und wird im Laufe der Tage eine besondere Rolle spielen. Das Forum dient auch dazu, den internationalen Teilnehmern verschiedene Pilgerziele und Elemente des religiösen Erbes der Region vorzustellen.

Ein Programm, das sich auf die Zusammenarbeit und die Zukunft des religiösen Tourismus konzentriert

Die Hauptkonferenz beginnt am Donnerstag, 1. Oktober, mit institutionellen Beiträgen von Arvydas Nekrošius, Bürgermeister des Bezirks Raseiniai; Kęstutis Kėvalas, Metropolitenerzbischof von Kaunas; und Guoda Burokienė, stellvertretende Ministerin für Wirtschaft und Innovation.

Eine der ersten Präsentationen wird Šiluva, dem Weg der Gnade und der Entwicklung des Internationalen Forums für religiösen Tourismus selbst gewidmet sein.

Anschließend wird sich das Programm mit einer breiteren europäischen Perspektive befassen, einschließlich der Präsentation der Route des lebendigen Erbes von Johannes Paul II., die als Route konzipiert ist, die hundert Orte und hundert Geschichten verbindet.

In einer weiteren Intervention werden globale Trends bei der Kommerzialisierung des religiösen Tourismus unter der Leitung von Santiago Cano analysiert REDITUR.

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Außerdem wird es eine Fachpräsentation zu den Erwartungen internationaler Reiseveranstalter an religiöse Reiseziele geben, in der Themen wie Zugänglichkeit, Unterbringung, Reiseführerdienste, Interpretation des Kulturerbes, Programmorganisation und Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren behandelt werden.

Dieser praktische Ansatz ist besonders bedeutsam.

Der religiöse Tourismus entwickelt sich derzeit in einem internationalen Markt, in dem Reiseziele mehr als nur wichtige Kirchen oder historische Denkmäler bieten müssen. Besucher suchen auch nach organisierten Routen, angemessenen Dienstleistungen und Erlebnissen, die es ihnen ermöglichen, die kulturelle und spirituelle Bedeutung der Orte, die sie besuchen, zu verstehen.

Lebendiges Erbe, Pilgerfahrt und nachhaltiger Tourismus

Eine der zentralen Debatten des Treffens wird den Titel „Wege des Glaubens in Europa: lebendiges Erbe, Pilgerfahrt und nachhaltiger religiöser Tourismus“ tragen.

Das Gremium wird analysieren, wie der religiöse Tourismus wachsen kann, ohne das kulturelle und spirituelle Erbe zu gefährden, während gleichzeitig lokale Gemeinschaften gestärkt und Verbindungen zwischen verschiedenen europäischen Pilgerzentren geschaffen werden.

Zu den Teilnehmern zählen Vertreter von Lithuania Travel, Beamte der litauischen Tourismusverwaltung, Mitglieder des diplomatischen Bereichs und Vertreter des Shrines of Europe-Netzwerks.

Diese Überlegung ist besonders relevant für historische Pilgerwege wie den Jakobsweg.

In ganz Europa stehen Pilgerrouten vor einer ähnlichen Herausforderung: Wie können Besucher angezogen und wirtschaftliche Chancen geschaffen werden, ohne das spirituelle und kulturelle Erbe auf ein einfaches Tourismusprodukt zu reduzieren?

Die Balance zwischen Authentizität, lokalem Leben und Besucherwachstum wird absehbar eines der großen Themen sein, mit denen sich Pilgerziele in den kommenden Jahren auseinandersetzen müssen.

Geschäftstreffen und internationale Tourismusentwicklung

Das Forum versteht sich nicht nur als Konferenzkongress, sondern auch als professioneller Raum zur Kontaktaufnahme und Förderung von Projekten.

Am Nachmittag des 1. Oktober finden eine Ausstellung und B2B-Geschäftstreffen zwischen internationalen Einkäufern, Lieferanten, Ausstellern und institutionellen Vertretern statt.

Reiseveranstalter, Reisebüros und auf die Gestaltung von Erlebnissen spezialisierte Unternehmen treffen sich mit Pilgerzielen, Gemeinden, Tourismusorganisationen, Besucherzentren, Reiseführern und Beherbergungsbetrieben.

Dieses Format verleiht der Veranstaltung eine praktische Dimension.

Die teilnehmenden Routen und Reiseziele haben die Möglichkeit, Beziehungen aufzubauen, die sich in den kommenden Saisons in neue Tourismusprogramme und Kooperationen verwandeln können.

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Eine Tour durch das religiöse Erbe Litauens

Am Freitag, den 2. Oktober, verlassen die Teilnehmer die Konferenzräume, um einige der repräsentativsten Orte des litauischen religiösen Erbes aus erster Hand zu besichtigen.

Auf dem Programm stehen ein Besuch des Heiligtums Šiluva, des bekannten Kreuzbergs, von Žemaičių Kalvarija und des Bernhardinerklosters Tytuvėnai, wo ein Abendessen mit anschließendem Abendbesuch geplant ist.

Auf diesen Reisen können Sie verschiedene Ausdrucksformen der Spiritualität, Architektur und religiösen Traditionen des Landes entdecken.

Darüber hinaus können bestimmte internationale Käufer am Samstag nach Vilnius weiterreisen, um an einem Kennenlernprogramm zum Thema „Göttliche Barmherzigkeit Vilnius“ teilzunehmen, das mit dem religiösen Erbe und der Tradition der Göttlichen Barmherzigkeit verbunden ist.

Pilgern, ein Phänomen, das Grenzen überschreitet

Das Internationale Forum für religiösen Tourismus findet zu einer Zeit statt, in der die internationale Sichtbarkeit von Pilgerrouten zunimmt.

Der Jakobsweg ist nach wie vor das international bekannteste europäische Pilgernetzwerk, doch in zahlreichen Ländern werden ähnliche Initiativen entwickelt, die Spiritualität, Landschaft, Erbe und lokale Identität verbinden.

Das Treffen in Litauen spiegelt genau diese Entwicklung wider.

Ihre Bedeutung liegt nicht nur in der Förderung bestimmter Heiligtümer oder religiöser Denkmäler, sondern auch in der Förderung der Zusammenarbeit zwischen Reisezielen, dem Austausch von Erfahrungen und dem Verständnis der Pilgerfahrt als Teil eines zunehmend vernetzten europäischen Kulturnetzwerks.

Für die jakobinische Gemeinschaft ist die Botschaft bekannt: Die Pilgerfahrt hat schon immer Grenzen überschritten.

In Raseiniai und Šiluva wird diese Tradition nun zum Ausgangspunkt für neue Gespräche darüber, wie Glaube, Erbe und Tourismus zusammenpassen können.

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